Gemarkung Ahlbach

Hier finden Sie eine Flurkarte sowie die Lage der einzelnen Flur- und Wegenamen   

Danke: An Herrn Willi Weißer,  Ahlbach, Berghof.          Diese Karte wird noch weiter ergänzt.

Ahlbacher Wege- und Flurnamen und ihre Bedeutung

1. Acker 18 Morgen großer Acker, rechts vom Dehrner Weg.

2. Ackerborn quelle hinter dem 7 Morgen großen Acker.

3. Ahl oberhalb des Dehrnerweges.

4. Anspann Rastplatz im Feld nach Niederahlbach, in der Nähe führte die alte Köln - Mainzer Handelsstraße.

5. Anwand und Hochwand .Der Name deutet auf Felder an der hohen Straße.

6. Aulweg. Hinter der Ahl am Dehrner Weg.

7. Großer Berg. Ober dem Dorf am "Weniger kahlen Berg".

8. In den Betten. Hierbei handelt es sich um Gruben, wo um 1864 ein großes Eisenlager abgebaut wurde.

9. Bitz. Unterhalb des Dehrner Weges, dort war eine eingezäunte Weide für das Vieh und es waren dort Gärten angelegt.

10. In dem Bobenher. Der Name geht wohl auf den Grundbesitz der Bubenheimer zurück.

11. Buchswiese. Sie lag in der Nähe des Dorfes Niederahlbach gegen Offheim.

12. Auf der Bühl (uff de Beul ) kleine Bodenerhebung rechts des Dehrner Weges.

12.A. Blutsgragen (Bloutsgrowe) war eine sehr stark Wasserführender Graben zwischen dem Hause Horne und Mink (Dehrnerstrasse) von dort floss das Wasser bis in den Damm.

13. Butterberg. Ein Feld bei Niederahlbach, so genannt wegen der Maibutter, die von diesem Feldstück zu liefern war.

14. Burgweg. Ein Weg, der von der Meil zur Burg Dehrn führte.

15. Damm.Eine nasse Wiese über diese führte die Uhlenstraße, sie war dort mit einem Steindamm befestigt.

16. Dehrner Graben. Dies waren Eisenerz Gruben zur Grenze nach Dehrn.

17. Dehrner Wald. Auch am Hölzchen genannt.

18. Diffenbacher Weg. Weg von Obertiefenbach nach Limburg, südlich der B 49.

19. Egilpol. Ein mit Blutekeln besetzter Teich. Heutiges Kiels Loch.

20. Engelsgewann.Feld an der Oberweyrer Gemarkungsgrenze.

21. Erdnisten .Feld zu Niederahlbach. Bezieht sich auf die Nutzung der weißen Ton Erde.

22. Eschergarten. Zum Schutze vor Wild und Weidevieh eingezäumtes Land südlich der Hinterstrasse.

23. Eselsweg. Lage unbekannt.

24. Im Fahler. War das Ahlbacher Eingangstor in der Ziegelstraße. 

25. Fichtenwald. Hinter dem Urseltaler Hof war der Ahlbacher Wald

26. Flurscheid. Am Wege zwischen Ahlbach und Hadamar.

27. Freienstück. Das Freienstück beim hohen Kreuz an der Ahlbach - Offheimer Feldgrenze, rechts und links der B49.

28. Fünfmorgen. Östlich der alten Straße nach Oberweyer, die Früher vom Zollhaus direkt nach Steinbach führte.

29. Gehenk. Dort führte die alte Limburg - Steinbacher Straße über das Wiesental.

30. Glockengarten. Dies waren Gärten im Oberdorf, beiderseits der „Junkermauer" die den Herrensitz, der Herrn von Ahlbach samt Kirche umgab.

31. Gombelswies . Wahrscheinlich eine Bleichwiese mit einem kleinen Tümpel.

32. In den Gräben. An der Nordostseite des Dorfes deuten auf Eisengruben hin.

33. Gretsches Born. Eine Quelle in Niederahlbach am Rande des Offheimer Wäldchens. 

34. Hadamarer Weg. Dieser ging ursprünglich in Verlängerung der Kirchstraße am Diersteiner Hof vorbei Richtung "Höhe" nach Faulbach und Hadamar.

35. Hammelsbogen. Liegt nördlich vom Käfernberg.

36. Im Hässel. Westlich vom Ritzborn, wohl ein Haselnussbäumchen.

37. Auf der Hehl. "Vorderste Hehl oder "In den Helden genannt. Östlich vom großen Berg.

38. Helgenstock (Heiligenstock) Waren Bildstöcke in der "Dell" am Dehrner Weg.

39. Herrnstück. Ist ein Stück in Niederahlbach zu Grenze nach Hadamar, war Kirchenbesitz.

40. Auf der Höhe." Faulbacher Hoyste" Nach der Klosterstraße links den Feldweg bis nach oben, dort fand auch 1626 eine Schlacht zwischen den Truppen Wallensteins und einigen Räuberscharen statt. 

41. Im Hölzchen. Kleiner Wald an der Flurgrenze zu Niedertiefenbach.

42. Hohes Kreuz. An der von Limburg kommenden Meil, wo sich die Fluren von Ahlbach-Dehrn-Offheim treffen, da stand ein hohes Kreuz, Bildstöcke sowie die Dehrner Linde. 42.A. Dehrner Lindchen, Sie stand an der Flurgrenze Ahlbach-Offheim-Dehrn als markanter Punkt, leider wurde sie Anfang 1900 angezündet, da sie den Bauern im Wege stand.

43. Käfernberg. Der "Kale Berg" hatte auch den Namen "Toter Mann". Er brachte auch den Ahlbachern den Spottnamen - Ahlbacher Kewern oder Ahlbacher Käfer ein.

44. Kaisers Kammer. An der Südseite des Käfernberges gelegen. Im Mittelalter wurde dort das Wild von Treibern in einer Kammer zusammengetrieben.

45. Kaltewies. Südlich von "Kassel", ein Kaltes zugiges Tal

46. Kaibelkaut südlich gelegen von "Kassel“ und unterhalb der Offheimer Gräben.

47. Kaltenborn. Am Tieffenbacher Weg gelegen kalte Quelle, südlich der Tongrube. Heute Quellgebiet der Ahlbacher Trinkwasserversorgung.

47.A. Kassel, off Cassel an der weißen Erde im Tieffenbacher Weg gelegen. Es zog sich ein Höhenrücken von Niedertiefenbach an Ahlbach vorbei bis zum Heidenhäuschen. Dieser Höhenrücken war mit niedrig wachsenden Hecken bewachsen so genanter Caswald.

48. Kellers Garten. Westlich der Straße nach Hadamar.

48.A. Keller. Rechts der alten Straße nach Oberweyer oder auch „Im Kehr" genannt.. Dort bog in einer Kurve oder Kehre die alte Steinbacher Straße in den Deller Weg ein, die bis zu Gehenk führte.

49. Kleegarten. Gärten in der Dorfmitte.

50. Klostergarten. War ein Teich oder Pfuhl mittig der heutigen Klosterstraße wo nach Trockenlegung ein Garten angelegt wurde.

51. Kreuzweg. Vermutlicher Kirchweg von Oberweyer nach Dietkirchen.

52. Langestrichen. Liegt unterhalb des Urseltaler Hofes.

53. Langwies. Wiesengrund unter dem Dorfe.

54. In der Lauf. Geht über die drei Gerechtigkeiten Niederweyer Ahlbach Faulbach nach Hadamar zu.

55. Loch. Liegt in Niederahlbach gegenüber dem Offheimer Wäldchen später auch Langstrichen genannt.

56. Löbeckers Berg. Liegt südlich der Meil auf der Höhe am Dehrner Feld.

57. Auf der Mergel. Liegt an der Meil auch "Mergilchin oder Mergelkaut“ genannt.

58. Mertweg. Er führte von Niederhadamar über den Butterberg nach Offheim.

59. Mühlweg. Feldweg nach Niederhadamar.

60. Nauwies. Naue Wiese im Aile.

61. Niederfeld. Links vom Urseltalerweg, das Niederfeld zwischen der Uhlenstraße und der von Schönau.

61 A Niederahlbacher Weg Verbindungsweg zwischen dem Höhenweg und dem Urseltalerweg

62. Niederweyerer Pfad. Am Kalenberg oder Käfernberg ging ein Pfad über den Ackerborn nach Niederweyer.

63. Offheimer Gräben. War eine Grube an der Offheimer Flurgrenze.

64. Olemechir. leider nicht mehr bekannt.

65. Pletschin. Ein Feld an der hohen Straße oder "alte Limburger Straße" gelegen.

66. Renkers Graben. War eine Grube nördlich vom Käfernberg.

67. Ritzborn. Links vom Faulbacher Weg, war eine Quelle.

68. Schwarze Erde. Gelegen an der Flurgrenze nach Oberweyer. Lehmboden mit schwarz gefärbten Schichten (Lavaasche).

69. In der Sandkaut. Jenseits der Meil, dort waren früher Sandgruben.

69.A. Sohler. liegt in Niederahlbach in der Flur "Loch".

70. Steinbacher Weg. Es ist die alte Hochstraße die von Limburg kommend am Ahlbacher Zollhaus links abbiegt und auf halbem Wege nach Oberweyer, eine Kehre nach rechts macht und dann durch das Gehenk nach Steinbach führte.

71. Steinritz. Mit Basaltgeröll durchsetzter Boden an der neuen Straßen Brücke nach Oberweyer

72. Stöck. Bei der Stöck, war ein Bildstock an dem Kirchweg nach Dietkirchen. An der Dehrnerstrasse.

73. Scheibigwies. auch Schippelwies genannt. Früher gab es in jedem Ort eine Art Kegelbahn, Schippelwiese und Bonegarten genannt. Man erhob dort eine Vergnügungssteuer für ihre Nutzung.

74. Schießheck. Dies waren Schießhecken an der Hohen Straße gelegen am kleinen Berg, westlich der neuen Brücke nach Oberweyer

75. Teufelskaut. Unterhalb der Offheimer Gräben befand sich eine Eisengrube, auch Keibelkaut genannt dort wurde der Teufel gesehen.

76. Tiergarten. LAG am Ackerborn und stand wahrscheinlich in Verbindung mit der für jagt zwecke eingerichteten "Kaiserkammer".

77. Uhlekaut. war eine Tongrube der Euler oder Uhlerer Ton abbauten.

78. Ulenstrasse. Als alter Weg erscheint dieser von der Wegegabelungen an der Meil wo die Gemarkungsgrenzen von Ahlbach Offheim und Dehrn zusammen Treffen. Von hier zieht er  durch das Wiesental „Damm“ sodann geht er als Grenzweg zwischen Ober- und Niederahlbach die Höhe hinauf nach Faulbach.

79. Urseltal. Der Urseltaler Hof steht auf dem Boden des ehemaligen Dorfes Niederahlbach und wurde von der Gräfin Ursula erworben.

80. Wacht. Gehörte zu Niederahlbach und liegt westlich der Höhe nach Faulbach zu.

81. Wassergang. Ist ein kleiner Wasserlauf, der unterhalb Kretenheck seinen Anfang nimmt und durch das Wiesental am Urseltaler Hof vorbei zum Elbbach fließt.

82. Wehling. Flurname für die Felder am Urseltaler Weg und an der Meil, die längs der Wege lagen.

83. Weiße Erde. An den Tongruben, früher Töpfenkaut, von den Häfnern genutzt zur Herstellung von Tontöpfen.

84 Wiede. Der Teich im unteren Dorf. Reste davon ist der alte Brandweyer an der Ecke Hinterstraße, Dehrnerstraße, Klosterstraße.

85. Würzgarten. Rechts der Dehrnerstraße an der Meil.

86. Ziegelgasse. Der Name Ziegel deutet auf ein Zieh- oder Hängetor hin, welches den Eingang des Dorfes schützte.

87 Zollhaus. Das nassauoranische Zollhaus stand an der Grenze der Grafschaft Runkel in der Nähe des ehemaligen Rasthauses an der Meil. Es war zuletzt Gasthaus im Besitz der Fam. Foß und brannte 1860 völlig nieder.

88. Diefenbacher Baum in der nähe der Fußgänger Unterführung auf der anderen Seite an der Meil 

89. Gewann Stück

90. Uff em Soller

91. Toter Mann da soll ein Soldat begraben sein, der von einem Ahlbacher erschlagen wurde, weil er ein Mädchen belästigte östlich des Käferberges.

92. Lamekaud deutet auf eine Lehm Grube hin.

93. Pus Hohl eine sehr schiefe Wiese am Ton

94. Im Durst

95. Treys

96. Engels Bruch ein kleiner Steinbruch auf dem großen Berg gelegen, aus dem Anfang 1900 für 2 Wohnhäuser Basaltsäulen gebrochen wurden. In diesen 2 Kratern war danach auch im Sommer Wasser vorhanden, wo sich Frösche und Kaulquappen tummelten, leider wurden diese 1980 zu geschütet.

97. Locher Weg

98. Die Ahlbacher Linde befand sich direkt neben dem Engels Bruch und diente als Markanter Punkt (TP) zur Landvermessung in der Preußen Zeit, leider wurde sie in den Herbststürmen 1905 zerstört

 



Eine Flurkarte aus dem Jahre 1778

 In dieser Gemarkungskarte von 1778 sind folgende sind folgende Flurnamen eingetragen:

  • Im Herren Garten
  • Hinter der Fürstenmauer
  • Auf der Hehl
  • Der große Berg
  • Der Wingersgarten
  • An der Heck
  • Zum Weyrichen
  • Der kleine Berg
  • Auf der Hee
  • Im Keller
  • Am Lasten
  • Im kalten Winn
  • Auf dem Cassel (Kassel)
  • An der Post
  • Auf der weißen Erd
  • Auf dem Felschen
  • In der kalten Wies
  • Greten Heck
  • Im Trich
  • Im kleinen Baumgarten
  • Im Sellersgarten
  • In der Dorf Wick
  • Im alten Garten
  • Im Heimers Garten
  • Am Bogen
  • An der Dammuvik
  • Im WaserAuf dem Dehrnbacherweg
  • Bei den Offheimer Gräben
  • In den Dornengräben
  • In den BachheckeBei Gretchens Dern
  • Im Fichtenwäldchen
  • Am Hadamarischen Weg


Die ersten, uns bekannten Flurnamen von Ahlbach stammen aus dem Jahre 1466 Sie lauteten:

  • Der kleine Berg  Auch weniger kahler Berg genannt.
  • Der Bobenher    Der Name geht wohl auf den Grundbesitz der Bubenheimer zurück
  • Auf dem Boyle Auch Dell oder Boill genannt am Dehrner Weg am Ende des Sportgeländes ( siehe Nummer 12 ganz oben)
  • Die Dornenhecke
  • Bei der hohen Eiche
  • Der Egylpol        Ein mit Blutegeln besetzter Teich. heutiges Kiels Loch
  • Auf (bei) dem Floyße
  • An der Flurscheide    am Wege zwischen Ahlbach und Hadamar
  • Bei den Haffen
  • Die Helde
  • Die Kaldenwese    Südlich von "Kassel", ein Kaltes zugiges Tal
  • Der Kalenberg   der "Kahle Berg" hatte auch den Namen "Toter Mann". Er brachte auch den Ahlbachern den Spottnamen -Ahlbacher Kewern- oder Ahlbacher Käfer ein.
  • In dem Keller  rechts der Strasse nach Oberweyer oder auch " Im Kehr" genannt.. Dort bog in einer Kurve oder Kehre die alte Steinbacher Strasse in den Dehler Weg ein, die bis zu Gehenk führte.
  • In dem Kere auch Keller genannt
  • Der Kleegarten  Gärten in der Dorfmitte
  • Die Koetzenroste
  • Kredenhecke
  • Beim hohen Kreuz  an der von Limburg kommenden Hohen Strasse wo sich die Fluren von Ahlbach- Dehrn- Offheim treffen, da stand ein Hohes Kreuz und Bildstöcke.
  • Das Krygkstücke (krychstück)
  • Die Lauf   geht über die drei Gerechtigkeiten Niederweyer Ahlbach Faulbach nach Hadamar zu.
  • Der Lewergkenberg  liegt südlich der Meilauf der höhe am Dehrner Feld
  • Die Mergelkaute  lag an der Meil auch "Mergilchin oder Mergelkaut genannt
  • Die Mittelwiese
  • Der Rodenberg
  • Bei Rolingesborn
  • Die Schießhecke  dies sind Schießhecken an der Hohen Strasse gelegen am kleinen Berg, westlich der neuen Brücke nach Oberweyer.
  • Die Steinrutsche
  • Der Wassergang  es ist ein kleiner Wasserlauf, der unterhalb Kretenheck seinen Anfang nimmt und durch das Wiesental am Urseltaler Hof vorbei zum Elbbach fließt.
  • An der Wegscheide
  • Die lange Weide ( die Wyde )
  • Die lange Wiese  Wiesengrund unter dem Dorfe

 

 

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