Hier finden Sie, wahre Geschichten und Erzählungen von und über

                                     Ahlbacher Einwohner !


Heimweh

----- .Eine junge Frau aus Ahlbach die 1901 geboren wurde, heiratete 1925 einen jungen Mann aus Villmar. Die ersten Jahre verbrachte man gemeinsam im 'Weit entfernten" Vilmar. Wenn die Sehnsucht nach dem schönen Ahlbach größer wurde, machte sich die junge Frau auf den Weg zur Bergkapelle bei Villmar.

Von dort konnte sie, die alte Ahlbacher Linde sehen. --- die Gedanken schweiften in die Ferne, die Blicke berührten die alte Linde, die Tränen flossen über ihre Wangen, und das Herz schlug rasend schnell. Nach einer Weile: Die Sehnsucht war gestillt, die Heimat ward gesehen. So konnte sie wieder ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Wenige Jahre später zog man gemeinsam nach Ahlbach, es wurde der Pferdewagen gepackt mit allem Hab und Gut. Wie man die "Offheimer Höhe" erreichte, konnte man die alte Ahlbacher Linde in voller grüner Pracht sehen. Der Wind rauschte durch die Blätter und die Äste wogten hin und her, als wollte sie sagen; Willkommen in der Heimat ihr.


"Uff Kassel"

----"Uff Kassel" ---- Vor langer langer Zeit, machte sich ein alter Ahlbacher Bauer zu Fuß auf den Weg zu seinem Acker, im Ahlbacher Flur "uff Kassel". Er wollte schauen wann die Ernte eingebracht werden könnte. Da er den kürzesten Weg entlang der "Langen Meil" nahm, wunderte er sich, dass auf halbem Wege, ein Auto neben ihm stehen blieb. Der Fahrer fragte den Ahlbacher Bauern ganz höflich; "Wo soll es denn hin gehen?". Der Bauer antwortete; "uff Kassel". Der Autofahrer sagte "oh" da fahre ich auch hin, -- möchten sie mit fahren?". Der Bauer Antwortete; " ja gerne, dann bin ich schneller wieder zu Hause und kann meiner Feldarbeit nachgehen". Der Bauer stieg in den Wagen, das Auto fuhr los. Es ging vorbei an Obertiefenbach bis hin nach Heckholzhausen. Der Bauer wunderte sich, und dachte, so bin ich ja noch nie "uff Kassel" gekommen. Er fragte den Autofahrer; sind sie sicher, dass das der Richtige Weg ist?". Der Autofahrer sagte; "oh Ja" -- "ich fahre immer diesen Weg". Es dauerte noch eine ganze Weile bis das Missverständnis geklärt war. Denn der Autofahrer dachte, der Bauer wollte nach Kassel, und der Bauer dachte er käme auf seinen Acker....... Der Fahrer wendete das Fahrzeug und brachte den Bauern wieder nach Ahlbach auf seinen Acker in der Flur "uff Kassel".


Der letzte Galgen

 ----- In der Schulchronik von 1825 wurde folgende Geschichte von einem Lehrer festgehalten !


Die Geschichte des Ahlbacher Aufsehers !.

Es war einmal.....Lange Jahre war der Steinbruch im Eigentum der Ahlbacher Gemeinde und außer Betrieb, die wirtschaftliche Lage der Gemeinde war nicht sehr gut dass diese den Steinbruch selbst betreiben konnte. Erst wie dieser von der Dolerit Basalt AG erworben wurde die noch weitere Steinbrüche im Besitz hatte unter anderem einen in Katzenellenbogen ging es wieder aufwärts. So wurde ein Wohnhaus ein Schuppen auf dem Steinbruchgelände gebaut und man setzte einen Aufseher (Bruchmeister) aus Katzenellenbogen ein, dieser war noch sehr jung und ledig. Etwa Gleichzeitig wurde im Nassauer Land von dem Landesherren Herzog Adolf von Nassau eine Verfügung erlassen, dass sich das fahrende Volk ( Zigeuner) in Mudershausen zu Sammeln hätte um dort Sesshaft zu werden, denn in vielen Orten und Städten im Nassauer Land war es immer wieder zu Diebstählen von Hühnern, Schafen, Gänsen und vieles mehr gekommen. Die man den Zigeunern zuschrieb. Der junge Aufseher lernte eine sehr schöne Zigeunerin kennen, heiratete diese und zog nach Ahlbach, sie bekamen viele Kinder und lebten glücklich und zufrieden. Mit Lebensmitteln wurden sie von den Ahlbacher Bauern versorgt und Ihr Trinkwasser mussten sie sie an der Quelle am Ackerborn schöpfen denn auf dem Käfernberg war keine Quelle. Da diese Familie auf dem Berg wohnte, bekam sie von den Ahlbacher den Ortsnamen Berger (Beeger), dieser Name ist heute noch ein Begriff in Ahlbach und viele Nachkommen leben heute noch hier.

 


Die Geschichte des Blutgrabens (Bloutsgroowe )

-----lang lang ist´s her------- Der Blutsgraben befand sich in der Dehmerstrasse zwischen dem Hause Horne und Mink, er führte sehr viel Wasser denn dort mündeten einige Quellen zusammen.
Wie die Soldaten Napoleons sich von Russlandfeldzug zurück zogen führte ihr Weg auch an Ahlbach vorbei. An einem dunklen trüben Nachmittag klopfte es an der Tür an einem Haus in der Hinterstraße, ein Soldat stand vor der Tür und bat die Hausfrau ihm doch etwas zu Essen geben. Sie hatte Mitleid mit dem armen Soldaten und sagte" Ich muss in der Vorratskammer noch etwas vom Mittagessen übrig haben. Es ist zwar ein karges Mahl aber besser wie nichts". Der Soldat stimmte zu und setzte sich in der Küche an den Tisch.
Die Frau machte sich auf den Wege in die Vorratskammer um dem Soldaten das Essen zu besorgen, plötzlich vernahm sie hinter sich Geräusche war, der Soldat war ihr in die Kammer gefolgt und wollte ihr Gewalt antun, er packte sie und zerrte sie zu Boden, in ihrer Verzweiflung und Angst konnte sie noch geistesgegenwertig eine Hacke ergreifen, sie wehrte sich und schlug den Soldaten mehrere male, sie traf ihn aber so ungünstig das er tot zu Boden viel. Wie des Abends ihr Ehemann von der Feldarbeit nach Hause kam erzählte sie ihm was geschehen war, sie Überlegten eine lange Zeit was sie mit dem Toten machen sollten.
Dann ging der Bauer in den Schuppen holte einen Karren hervor und lud den Soldaten auf und fuhr zu diesem besagten Graben, schaufelte ein Grab und legte den Toten hinein und bedeckte diesen mit Erde, sprach ein Gebet und ging wieder nach Hause. Am nächsten Tag sah man in dem Graben noch das rote Blut fließen, daher hat dieser Graben den Namen „Blutsgraben“
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Wenn Sie eine Geschichte von unserem Dörfchen oder seinen Einwohnern haben, die zwar nicht 100 % Nachvollzogen werden kann aber eben eine Anekdote, Sage oder Erzählung  ist, wir haben für alles ein offenes Ohr.